27.02.2008
Können und Glück sind vereint
TSG Quedlinburg schlägt Börde Magdeburg 76:58 - Mit Platz vier nun in den Play-Offs erstellt 24.02.08, 19:15h, aktualisiert 24.02.08, 20:06h
 Die TSG GutsMuths Quedlinburg (links Tino Schmidt) schaffte mit einem Sieg gegen den MSV Börde Magdeburg und damit Platz vier in der Oberliga doch noch den Sprung in die Play Offs. (MZ-Foto: Chris Wohlfeld)
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Quedlinburg/MZ/czi. Beide Seiten der Emotionsskala spielten sich nach dem letzten Spieltag der regulären Oberliga - Punktrunde in der Quedlinburger Bodelandhalle ab. Die TSG hatte mit 76:58 das Spiel gegen die sympathischen Gäste von MSV Börde Magdeburg sicher für sich entschieden und dann glühten die Telefone. Enttäuschung und Trauer waren die ersten spürbaren Gefühlsäußerungen, allerdings betrafen sie vorerst nur die Gäste. Die Stadtnachbarn von BG Magdeburg III leisteten keine Schützenhilfe und unterlagen ohne Leistungsträger Neumann bei Weißenfels II mit 68:42. Damit schloss Börde - aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs - punktgleich mit Weißenfels auf Platz 9 ab und muss erneut nach nur einem Jahr in der höchsten Spielklasse den knappen und bitteren Abstieg hinnehmen. |
Kurz darauf folgte allerdings ein wahrer Freudenausbruch der Hausherren und ihrer wieder zahlreichen und lautstarken Fans. Trainer Zillibiller erhielt den heiß ersehnten Anruf aus Wolmirstedt: Trotz einer Führung des USV Halle mit 23:28 bei den Baskets Wolmirstedt zur Halbzeitpause wurden diese ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen am Ende 68:57. Damit schob sich, was vor zwei Wochen eigentlich nicht mehr möglich schien, GutsMuths Quedlinburg am letzten Spieltag an den Hallensern vorbei auf Platz vier, dem letzten Platz, der zur Teilnahme an der Endrunde um die Landesmeisterschaft und den Aufstieg in die 2. Regionalliga, den Play-Offs, berechtigt. Der Jubel war groß auch wenn die TSG jetzt die nächsten drei Wochenenden jedes Mal gegen den absoluten Favoriten Hallescher SC 96 antreten muss - im Halbfinale des Landespokals danach zweimal im Play-Off - Halbfinale, dass nach dem Motto "Best of Three" ausgetragen wird. Verdient war der Jubel, der Sieg und die Verbesserung auf Rang vier allemal. Obwohl der Start in die Partie von Nervosität und der Bedeutung für beide Seiten geprägt war - der erste Korb fiel erst nach über drei Minuten und natürlich für die Gäste - stand von Beginn an die Verteidigung trotz aller Fehlwürfe sehr gut. Flügel Gunther Schimpfermann, dem anzumerken war, dass sich sein Stress an der Uni seit Donnerstag etwas gelegt hat, erlöste den Anhang per Dreier mit dem ersten Korberfolg (5.)! Dieser Weckruf gegen die statische, enge und ungewohnte Zone des MSV rief auch seine Kollegen auf den Plan und sie setzten elf Punkte bis zum Viertelende drauf. Aufgrund der engagierten Defense eroberten die Bodestädter erstmals die Führung, die sie nie wieder abgeben sollten (7.). Der 2. Abschnitt war trotz aller offensiver Schwierigkeiten gegen die Zone der Magdeburger der beste für GutsMuths im ganzen Spiel. Die Schnellangriffe funktionierten, die Führung von 37:26 zur Pause entsprach dem Vermögen und der Leistung beider Teams. Das Bild änderte sich letztlich bis zum Abpfiff nicht mehr.Beide Viertel wurden gewonnen, ein letztes Aufbäumen von Börde kam zu spät und blieb letztlich wirkungslos. Nur der Führungsspieler Reimann bei Magdeburg kam auf 26 Punkte, ansonsten bleiben seine Mitspieler unter ihren Durchschnittswerten und keiner erreichte zweistellige Punktezahlen. Anders bei der TSG, die wesentlich schwieriger auszurechnen war. Die Center Lindenberg und Münch spielten mit 15 und 18 Punkten sehr solide und die Flügel Schimpfermann und besonders Schmied waren mit 14 und zahn Punkten deutlich über ihren letzten Werten. Nicht zuletzt die Aufbauspieler Lange und Treu mit je sieben Treffern rundeten die Liste ab, Dass Hallermann, Schmidt und Jettkant bei der Punkteausbeute unter Durchschnitt blieben, hatte aufgrund der guten Verteidigungsleistung aller keinen Einfluss auf den Erfolg. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und den Erfolg, erneut in den Play-Offs zu stehen", zeigt sich Coach Florian Zillibiller hoch erfreut über den positiven Ausgang der Spielrunde. "Aufgrund der schwierigen und speziellen Situation hier, habe ich stellenweise gezweifelt, ob es möglich ist. Aber wir waren, über die gesamte Saison gesehen, konstanter als der USV und haben uns keine Ausrutscher erlaubt. Auch wenn wir nicht immer sicher und souverän gewonnen haben, wenn es drauf ankam, haben wir uns konzentriert und durchgesetzt. Und nicht zuletzt haben wir uns bis heute immer weiter gesteigert. Mal sehen, ob es reicht, dem HSC wenigstens ein Mal ein Bein zu stellen." Die Viertel im Einzelnen: 13:10, 24:16, 22:19, 17:13 GutsMuths Quedlinburg: Schmied, Adrian; Jettkant, Ronny; Treu, Hans-Friedrich; Lange, Heinz; Schmidt, Tino; Lindenberg, Sebastian; Schimpfermann, Gunther; Hallermann, Norman; Münch, Tobias. |